Deutscher Seesportverband e.V.

Jugendworkshop des DMB 2015 Drucken E-Mail
Freitag, den 13. März 2015 um 16:37 Uhr

Bereits im letzten Jahr erhielt ich vom Jugendreferenten Jörg Jonscher eine Einladung zu einem Jugendworkshop des DMB in Laboe. Aus beruflichen Gründen konnte ich diesen leider nicht wahrnehmen. Im Nachhinein ärgere ich mich darüber. Aber fangen wir doch vorne an.

Es ist immer wieder ein schönes Gefühl, an die Küste zu kommen. Bereits am Freitagabend traf ich durch Zufall Jörg Jonscher, Uwe Töllner (Vorsitzender MV Stuttgart) und seine Begleitung Anette im Hafen von Laboe. Der Transport zum Hotel war dementsprechend einfach, auch wenn ich mich auf einen Spaziergang am Strang gefreut hatte. Nachdem wir kurz unser Zimmer bezogen hatten, ging es zum gemütlichen Abend. Mit einem spitzen Abendessen starteten wir in die Kennenlern-Runde, die mit einer kurzen Vorstellung jedes Teilnehmers begann, mit einer kurzen Einführung in das Wochenende fortfuhr und in dem endete, was den Seesport so besonders macht: In der Gemeinschaft. Bei ein oder zwei gemeinsamen Bieren kam man schnell ins Gespräch und hatte sich einiges zu erzählen. So verging der erste Abend wie im Flug – oder Törn?

Aufgewacht mit Blick auf die Kieler Förde startet man deutlich entspannter in den Tag. So fiel es nicht schwer, dass am Wochenende gegen halb 8 der Wecker klingelte. Das Frühstück oblag mit Bacon und Rührei ganz dem maritimen Stil und erweckte einen ungeahnten Hunger am frühen Morgen. Aber halt.. wir waren ja zum Arbeiten da, nicht zum Essen – wobei mir das ja irgendwie lieber gewesen wäre.

Gegen 9 starteten wir also nun offiziell den Workshop und schafften eine Grundlage über den aktuellen Stand der Arbeiten in den beiden Sportjugenden von DMB und DSSV. Schnell wurde klar, dass beide Organisationen im Moment viele parallele Entwicklungen durchmachen und es sich mehr als anbietet, nicht nur Veranstaltungen zusammenzulegen. So entstanden erste Ideen, beide Jugenden im Rahmen des DMB-DSSV-Zusammenschlusses zu vereinigen. In kleinen Gruppen wurden dazu erste Grundzüge für einen Namen, sowie das Logo zusammengereimt. Die Ergebnisse wurden an Pinnwänden festgehalten, um jedem jederzeit den Stand unserer Arbeit zu offenbaren.

Im Zuge dieser Arbeit ging auch der Vormittag schnell seinem Ende entgegen. Er gipfelte in einem vorzüglichen Mittagessen, das.. ach nein, ich wollte ja über den Workshop berichten.

Bevor wir gegen 14 Uhr zu einem bisher geheim gehaltenen Ausflug aufbrachen, bot uns Jörg Jonscher die Möglichkeit, das Marineehrenmal zu besichtigen. Marineehrenmal? Da kommt man doch als DMB-Mitglied kostenfrei rein? Da müsste man doch mal drüber nachdenken und ich ließ mich natürlich nicht lumpen. Die Sicht von oben war wie immer hervorragend. Das Wetter war als sonnig bereits vorausgesagt und traf voll zu. Da auch viele Kite-Surfer das Wetter nutzten, hatte man über die Förde einen herrlichen Blick. Erstmals sah ich das Ehrenmal nach der Renovierung und war begeistert. Es wirkt sehr viel einladender und freundlicher – Grund genug, hier mit Sicherheit nochmal vorbeizukommen. Das ist doch kostenfrei als DMB-Mitglied!?

Punkt 14 Uhr ging es los in Richtung Kiel. Einzige Ansage: Warme Sachen und Ausweis. Das klingt doch verdammt nach Marinestützpunkt. Und tatsächlich, wir fuhren zum Tirpitzufer. An der Pier festgemacht: Die Gorch Fock. Dieses Schiff anzusehen, ist immer wieder ein Wohlgenuss. Und genau dort sollten wir eine Führung bekommen. Das hat man natürlich nicht alle Tage. Begrüßt wurden wir vom Oberleutnant z.S. Ploen, den Wachoffizier. Zwei Kolbenringe am Ärmel – das kenn ich. Nach einer kurzen Begrüßung seinerseits mit Einführung in die Navigation (er ist zugleich Navigationsoffizier an Bord), durften Marco Mörtl (MJ Hof) und ich das Steuer bedienen und auf mittschiffs bringen. Für mich definitiv ein Highlight an diesem Tag. Fortgeführt wurde unsere Führung durch den Obermaaten Dubs… irgendwas polnisches. Obermaat? Seine Schulterstücke hätte ich anders interpretiert – ich muss dringend mal wieder lernen. Sowohl der WO als auch der OM waren aber sehr freundlich und sympathisch. Alle unsere Fragen wurden nach besten Wissen und Gewissen und natürlich einer guten Würze Humor beantwortet. Einblicke erhielten wir neben der Kommandobrücke in die Traditionsecke, die O-Messe, den Mannschaftsschlafraum und schließlich auf die Back. Defintiv Orte, die man außerhalb der Marine nicht so schnell zu sehen bekommt.

Was der O-Maat dazu sagt? „Für den DMB machen wir das doch gern“. Lohnt sich also doch, dort einzutreten. Man man, das brennt sich ja richtig in den Kopf.

Nachdem wir das Traditionsschiff der Marine verlassen hatten, entschieden wir uns kurzerhand zu einem kurzen Ausflug zur Schleuse Kiel-Holtenau. Hier ließen wir noch einmal die Seele baumeln und beobachteten den Schleusenvorgang zweier Containerschiffe – Flaggenraten eingeschlossen. Diesen abgeschlossen traten wir auf Rückfahrt in Richtung Heimatstandort. Die Sonne stand schon knapp über der Kimm und sollte den Abend mit einem traumhaften Sonnenuntergang abrunden. Was ein perfekter Tagesabschluss!

Soll ich nochmal vom Essen berichten? Ach nein..

Auch an diesem Abend ging es natürlich um viele maritime Erfahrungen, Berichte und andere Späße. Gerne hätte ich diesem Tisch noch länger angehört, aber den ganzen Tag Seeluft ist für so eine Landratte halt doch ermüdend – manno!

Den Abschluss bildete der Sonntag – 08.03. Nach einem hervorragenden Frühst… gegen 9 Uhr trafen wir uns, um die beiden Gruppenergebnisse vom Vortag auszuwerten. Fast wie erwartet drifteten sie auseinander, was aber natürlich ermöglicht, auch ganz andere Sichtweisen daraus abzuleiten. Gepackt mit diesen ganzen Ergebnissen und Erlebnissen schlossen wir den Jugendworkshop ab. Ob mit Essen? Nein, diesmal sogar nicht.

Dafür bot uns Jörg Jonscher noch die Möglichkeit, in U995 reinzuschauen. Da war ich ja auch schon lange nicht mehr, nutzte zusammen mit Marco Mörtl also die Chance der Stunde, denn als DMB-Mitglied kommt man da ja kostenlos rein. Ob ich mir das noch durch den Kopf hab gehen lassen?
Ja, denn bereits Samstagabend habe ich meinen Aufnahmeantrag an Jörg Jonscher übergeben – Über Nacht zum DMB-Mitglied!

Mein Fazit zu diesem Wochenende.

Da es durch beide Jugendvorstände ein gesetztes Ziel ist, verstärkt auf eine gemeinsame Jugendarbeit zu setzen, kam für mich als Bundesjugendwart solch ein Workshop natürlich wie gerufen. Er bot die Möglichkeit, sich komplett auf die Jugendarbeit zu konzentrieren und mal alle anderen Verbandsangelegenheiten mehr oder weniger außer Acht zu lassen. Das ganze verpackt in eine hervorragende Übernachtung im Hotel „Admiral Scheer“ mit – ja, ich sag das jetzt – spitzen Essen der Oberklasse. Der Ausflug zur Gorch Fock wird sich zwar im nächsten Jahr sicher nicht wiederholen, aber ich bin mir sicher – es wird einen ähnlich großartigen geben. Klare Empfehlung, an diesem Workshop teilzunehmen!

Roman Iwer
Jugendwart DSSV

 
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